28. Spieltag: Samstag, 30.05.2026 15:00 Uhr
SV Zehdenick 1920 – SV Schwarz-Rot Neustadt 6 : 3 (0 : 3)
Aufstellung: Schrobback – Höpfner, Cehnioglu (90.+2. Theel), Kerl (85. Krejcberg-Braksal), Lormis (90.+2 Sugaipov), Grundmann, Bruse, Henkel, Wiesner, Krystek, Nebert.
Torfolge: 0:1 Djan (12.), 0:2 Wenzel (22.), 0:3 Ludwig (28.), 1:3 Krystek (55.), 2:3 Krystek (64.), 3:3 Kerl (76.), 4:3 Krystek (77.), 5:3 Höpfner (83.), 6:3 Lormis (89.)
Schiedsrichter: Carsten Fox
Zuschauer: 120
Gelbe Karte: SVZ – Kerl, Höpfner, Nebert / Neustadt – Ludwig, Japs, Szalowicz, Müller
Spielbericht:
Unglaublich………..einfach nur unglaublich, was sich am Samstagnachmittag in der Zehdenicker GEMA-Baustoffe-Arena abgespielt hatte. So etwas haben selbst die älteren Zuschauer, auf dem Havelsportplatz noch nicht erlebt. Was war geschehen? Nach einer wahnsinnigen zweiten Halbzeit bog der SV Zehdenick 1920 einen deutlichen 0:3- Rückstand noch in einen am Ende klaren 6:3- Heimerfolg um!!! Durch diesen Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten sind die Chancen auf den Klassenerhalt erheblich gestiegen.
In der ersten Spielhälfte fanden die Gastgeber kaum Zugriff auf das Spiel. Neustadt dagegen präsentierte sich vom Anpfiff weg aggressiv und bissig in der Zweikampfführung. Zudem putschten sich die Gäste auch bei erfolgreich geführten Tacklings gegenseitig hoch und sie legten ein flottes Tempo vor. Unsere Jungs zeigten sich vollkommen beindruckt und hatten im ersten Spielabschnitt fast nichts entgegen zu setzen. Bereits in der 12. Minute nutzen die Gäste einen ZehdenickerFehler auf der rechten Außenbahn zur Führung. Tarik Wenzel schnappte sich den Ball und bediente Ricky Okai Djan. Der behielt frei vorm Tor die Ruhe und schob unten rechts zum 0:1 ein. Neustadt drückte weiter aufs Tempo und zeigte worauf es im Abstiegskampf ankommt. Tarik Wenzel erhöhte in der 22. Minute auf 0:2. Als Ole Ludwig eine Freistoßeingabe von Lukas Japs per Kopf zum 0:3 ins Zehdenicker Tor verlängerte, schien die Partie entschieden. Die Gäste waren bis hierhin in fast allen Belangen überlegen. So nach und nach kam der SVZ nun besser in die Partie. Nennenswerte Torchancen bleiben bis zum Pausenpfiff jedoch aus. Auf Grund des Spielverlaufs glaubten wohl nur noch die kühnsten Optimisten an eine Wende.
Was dann in der zweiten Hälfte geschah, werden alle Beteiligten, egal ob Spieler oder Zuschauer, wohl noch ihren Enkelkindern erzählen. So etwas erlebt man nicht so oft live. Die Gastgeber kamen wie verwandelt aus der Kabine. Neustadt musste dagegen dem hohen Tempo und der immens hohen Intensität der 1. Halbzeit Tribut zollen. Ab der 55. Minute begann dann eine fulminante Aufholjagd, die ihresgleichen sucht. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld, kam der Ball zu Marcin Krystek und der schoss aus etwa 11 Metern zum 1:3 ein. Dem folgte in der 64. Minute das 2:3. Nach einem Kerl-Eckball von der linken Seite, köpfte Marcin Krystek zum Anschlusstreffer ein. Es war nun ein Spiel mit offenem Visier. In der 68. Minute wäre den Gästen fast der Stimmungskiller gelungen. Nick Schrobback im Zehdenicker Gehäuse konnte diese Möglichkeit, sowie auch den Nachschuss, mit zwei Weltklasseparaden aber entschärfen. Jetzt waren die Einheimischen wieder am Zug. Nach einem Gewühl im Strafraum war Stefan Kerl nach Zuspiel von Kevin Höpfner zur Stelle und netzte zum 3:3- Ausgleich ein (76.). Knappe zwei Minute später war die Partie dann vollkommen gedreht. Marcin Krystek brachte seine Farben mit einem Kopfball an den Innenpfosten tatsächlich mit 4:3 in Führung (78.). Damit war der Wahnsinn aber noch lange nicht beendet. Neustadt wirkte nun vollkommen konsterniert und der SVZ machte einfach wie im Rausch weiter. Nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite, brachte John Lormis den Ball hoch in Richtung langen Pfosten. Kevin Höpfner lief ein und köpfte zum 5:3 ein (83.). Der Schlusspunkt folgte in der 89. Minute. Wiederum war man über die rechte Seite erfolgreich. Diesmal Flankte Kevin Höpfner hoch zum langen Pfosten und John Lormis köpfte das Tor zum 6:3- Endstand.
Was zur Pause kaum jemand für möglich gehalten hatte, ist tatsächlich noch eingetreten. Der SV Zehdenick 1920 drehte nach einer absoluten Willensleistung ein verlorengeglaubtes Spiel. Auf den Rasen und auf den Rängen rasteten alle vor Freude alle aus. Unglaublich………..es war einfach nur unglaublich.
Am kommenden Samstag ist unsere Mannschaft beim FSV Bernau zu Gast. Anpfiff auf dem Sportplatz in der Johann-Friedrich-A. Borsig-Straße ist um 15:00 Uhr. Unsere Mannschaft würde sich über ein zahlreiches Erscheinen der Zehdenicker Fußballfans riesig freuen.
✍️ Frank Radke
📸 Pöbelkurve


