SG Einheit Zepernick – SV Zehdenick 1920 4:3 (2:0)
Ein Fußballabend voller Emotionen, Tempo und Diskussionen: Am Freitagabend setzten sich die Hausherren aus Zepernick knapp, aber letztlich mit 4:3 gegen den SV Zehdenick durch.
Erste Halbzeit: Zepernick effizient, Zehdenick brandgefährlich
Nach einer temporeichen Anfangsphase, in der die Gäste aus Zehdenick die besseren spielerischen Ansätze zeigten, übernahm Zepernick etwas mehr die Kontrolle. In der 36. Minute war es dann soweit: Paul Maurer flankte von der linken Seite präzise in den Strafraum, wo Tom Bittner am höchsten stieg und den Ball per wuchtigem Kopfball zum 1:0 ins Netz nagelte.
Nur wenige Minuten später hätte Zepernick nachlegen können, doch im direkten Duell mit Grabarek blieb SVZ-Keeper Janne Maaß der Sieger (39.). Kurz darauf kam der Ball nach einer Ecke gefährlich vors Tor, Maaß konnte nur abklatschen – doch Zepernick ließ die Chance ungenutzt.
In der 42. Minute aber schlug Paul Maurer eiskalt zu: Nach einem klugen Steckpass stand er frei vor Maaß und schob souverän zum 2:0 ein. Mit dieser verdienten Führung für die Gastgeber ging es in die Kabinen.
Halbzeitfazit: Zehdenick begann stark, wurde aber vom wuchtigen Offensivspiel der Hausherren zurückgedrängt. Dennoch blieb der SVZ stets gefährlich – ein hochklassiges, intensives Spiel.
Zweite Halbzeit: Zehdenick dreht auf – Zepernick kontert
Nach dem Seitenwechsel kam Zehdenick wie verwandelt zurück. Direkt nach Wiederanpfiff musste Engfer nach einer Hereingabe von rechts klären, ehe Kevin Höpfner nach einer Ecke per Kopf auf der Linie gestoppt wurde. Die Gäste drängten, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Chancen auf beiden Seiten, unter anderem ein Distanzschuss von Pekdemir (57.) und ein Kopfball von Lormis.
In der 59. Minute belohnte sich der SVZ: Nach einer Kopfballverlängerung drückte Kevin Höpfner den Ball per Kopf zum 2:1 über die Linie. Nur zwei Minuten später setzte sich Lormis frei durch, doch Zepernick-Keeper Tietz parierte stark. Den Ausgleich besorgte schließlich Süleyman Gül (61.), der einen Angriff eiskalt vollendete – 2:2.
Die Freude der Gäste währte jedoch nur kurz: Schon in der 63. Minute schlug erneut Paul Maurer zu und brachte Zepernick wieder in Führung. Doch der SVZ gab sich nicht geschlagen. Nach einigen vergebenen Chancen war es abermals Höpfner, der nach einer Ecke den Ball zum 3:3 ins Tor stocherte (83.) – der mittlerweile verdiente Ausgleich.
Drama in den Schlussminuten
In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Sieg. Maaß parierte stark gegen Park, auf der Gegenseite konnte Krystek entscheidend gestört werden. Dann die wohl spielentscheidende Szene: In der 88. Minute kam es zu einem 1-gegen-1-Duell, das Maaß eigentlich bereinigte – doch Schiedsrichter Mathias Hoppe entschied völlig unverständlich auf Elfmeter und zeigte zudem Gelb. Die Zuschauer tobten. Paul Maurer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte sicher zum 4:3 (90.).
In der Nachspielzeit forderte Zehdenick seinerseits Elfmeter in einer fast identischen Situation, doch diesmal blieb die Pfeife stumm. Kurz darauf war Schluss – Zepernick jubelte, während die Gäste hadernd, aber erhobenen Hauptes vom Platz gingen.
Fazit
Ein mitreißendes Spiel zweier starker Teams: Während Zepernick in der ersten Hälfte das Geschehen kontrollierte, übernahm Zehdenick nach der Pause das Kommando und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Am Ende entschieden Effizienz, Kaltschnäuzigkeit – und eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung.
Trotz der Niederlage feierten Spieler und Fans des SV Zehdenick ihre Leistung: ein starkes Auswärtsspiel, das Lust auf mehr macht.
Tore: 1:0 Bittner (36.), 2:0 Maurer (42.), 2:1 Höpfner (59.), 2:2 Gül (61.), 3:2 Maurer (63.), 3:3 Höpfner (83.), 4:3 Maurer (90., FE)
Zuschauer: 200
Gelb: Krystek, Grundmann, Maaß, Gül (SVZ) – Bittner, Engfer, Grabarek (Zepernick)
Gelb-Rot: Wiesner (SVZ)
Ort: Sportplatz Zepernick
