1.Männer: 7:3 in Potsdam

Victoria Potsdam – SV Zehdenick  7:3 (1:2)

Die Erste war am Wochenende in Potsdam beim Tabellenführer zu Gast. Die Rollen waren vorm Anpfiff klar verteilt, die Viktoria ging gegen uns als Favorit ins Spiel.
Aber so eindeutig wie der Tabellenstand aussah war es dann erstmal doch nicht.
Wir hielten mutig dagegen und hatten auch gute Chancen durch Johnny und Höppi. Auf der anderen Seite wurde es auch ab und zu brenzlig, aber Schrobbe, der seinen Einstand im Zehdenicker Tor feierte, hielt den Kasten sauber.
Allerdings waren die Ecken immer wieder gefährlich und aus so einer geriet unsere Mannschaft in Rückstand.
Unser Team gab sich aber nicht auf und erzielte durch Johnny per direkten Freistoß den verdienten Ausgleich. Und während die wenigen mitgereisten Zuschauer noch jubelten schlug Höppi zu. Nach schöner Flanke von Kingsley erzielte er per Kopf den 2:1 Führungstreffer.
Leider schwächten wir uns in der gleichen Situation selbst. Rodger, der bereits wegen Meckern verwarnt wurde, ließ sich zu einem provozierenden Jubel Richtung der Potsdamer Bank hinreißen und wurde anschließend vom Platz gestellt. Sehr, sehr unnötig, aber das weißt Rodger selbst. Man hätte vom Schiedsrichter auch ein wenig mehr Fingerspitzengefühl erwarten können.
Kurz vor der Pause war auf einmal Johnny frei durch, aber er scheiterte leider am Potsdamer Keeper.

Aber was vor der Pause nicht klappte gelang Johnny 10 Minuten nach der Halbzeit. Mit einem schönen Kopfballtreffer gelang ihm in Unterzahl die 3:1 Führung. Der Jubel der Mannschaft, der Trainerbank und der Fans war groß und viele hofften bereits auf eine Sensation.

Dann nahm das Unheil allerdings seinen Lauf, denn der Toptorjäger der Liga wurde eingewechselt. Tom Nattermann hatte zu dem Zeitpunkt 37 Buden erzielt und es wurden leider noch einige mehr. Sieben Minuten nach seiner Einwechslung markierte er nach feiner Eingabe aus kurzer Distanz das 2:3 und keine 5 Minuten später stand er wieder goldrichtig als der Ball gegen die Latte knallte und er per Kopf zum Ausgleich abstaubte.
Die Potsdamer drückten gegen unsere aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft, aber gegen die Tor-Natter war nichts zu machen. In der 69. Minute schob er freistehend zum 4:3 ein und weitere 5 Minuten später, nach einem berechtigten Foulelfmeter zum 5:3. Nun waren die Messen gesungen. Nattermann machte in der 85. Minute seinen Fünferpack perfekt und Borowski durfte sich noch in die Torschützenliste verewigen.

Vor dem Spiel hätten viele solch ein Ergebnis erwartet, aber sicherlich nicht diesen Spielverlauf. Die Mannschaft wirkt intakt und kämpfte für den Anderen, was in einer solchen Situation nicht unbedingt typisch ist.
Die Leistung macht Mut Punkte zu holen und die Klasse zu halten. Wir glauben an euch!

✍️ Sören Brodkorb