
Ein Tag voller Emotionen liegt hinter dem SV Zehdenick 1920. Das traditionelle Vereinsturnier bot packenden Fußball auf dem Rasen und eine stimmungsvolle Sommernachtsparty im Anschluss. Doch während der sportliche Teil ein voller Erfolg war, ließen die Vorkommnisse am Rande des Festes die Verantwortlichen fassungslos zurück.
Der sportliche Rückblick: Sachsenhausen triumphiert
Auf dem grünen Rasen schenkten sich die Teams nichts. Die Gastgeber vom SV Zehdenick zeigten eine starke Leistung und blieben im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen. Nach einem souveränen 3:0-Auftaktsieg gegen Templin folgte ein hart umkämpftes 0:0-Unentschieden gegen Häsen. Im entscheidenden Duell gegen den späteren Turniersieger aus Sachsenhausen trennte man sich schließlich mit einem 1:1.
Am Ende reichte es für die Gastgeber knapp nicht für den ganz großen Coup: Sachsenhausen sicherte sich den Turniersieg, gefolgt von Zehdenick auf dem zweiten Platz.
Die Abschlusstabelle:
1. Sachsenhausen
2. Zehdenick
3. Häsen
4. Templin
Sommernachtsparty: Tolle Stimmung, aber ein bitterer Beigeschmack
Im Anschluss an das Turnier lud der Verein zur großen Sommernachtsparty. Der überwiegende Teil des Abends war genau das, was sich der SV Zehdenick gewünscht hatte: ein friedliches, fröhliches und von großartiger Stimmung geprägtes Familienfest. Doch die Freude wurde durch das inakzeptable Verhalten einer Minderheit massiv getrübt.
Polizeieinsatz und Waffenbeschlagnahmung
Dank der Aufmerksamkeit des vereinseigenen Ordnungsdienstes und der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden. Bei mehreren Personen wurden im Rahmen von Kontrollen gefährliche Stichwaffen sichergestellt.
„Dass bei einer Veranstaltung auf unserem Sportgelände – dort, wo Kinder spielen, Familien zusammenkommen und unser Vereinsleben stattfindet – überhaupt solche Waffen mitgeführt werden, macht uns sprachlos und betroffen“, hieß es seitens der Vereinsführung.
Respektlosigkeit gegenüber Ehrenamtlichen
Neben der latenten Gewaltbereitschaft kam es zu massiven verbalen und körperlichen Übergriffen gegen Helfer. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder, die in ihrer Freizeit beispielsweise auf dem Bierwagen arbeiteten, wurden beschimpft, bedroht und sogar angespuckt. Zudem sorgte die vorsätzliche Verschmutzung und Beschädigung der sanitären Anlagen für Entsetzen.
Ein Appell an die Gemeinschaft
Der SV Zehdenick 1920 findet nach diesen Vorfällen klare Worte. Ein Vereinsfest lebe von Respekt, Rücksichtnahme und einem fairen Miteinander. Es sei zutiefst traurig, wenn das Verhalten weniger Menschen das Herzblut und Engagement so vieler Ehrenamtlicher überschattet.
Dennoch lässt sich der Verein die Lebensfreude nicht nehmen. Der Vorstand bedankt sich von ganzem Herzen bei allen friedlichen Gästen, den fleißigen Helferinnen und Helfern, dem Ordnungsdienst sowie der Polizei für ihren professionellen Einsatz. Trotz des bitteren Beigeschmacks überwiegt am Ende die Freude über die vielen positiven Begegnungen einer großartigen Mehrheit.
